Durch Zecken übertragene Krankheiten bei Hunden: Symptome, Risiken und Vorbeugung

Jedes Jahr werden Tausende von Hunden von Zecken gebissen. Die Zecke ist weit mehr als nur ein Parasit: Sie kann Bakterien und Parasiten übertragen, die für teilweise schwere Erkrankungen wie Piroplasmose, Lyme-Borreliose, Ehrlichiose oder Anaplasmose verantwortlich sind.

Da die Winter immer milder werden, sind Zecken heute fast das ganze Jahr über anzutreffen. Deshalb ist es unerlässlich, die Risiken zu kennen, die ersten Symptome schnell zu erkennen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um seinen Vierbeiner zu schützen.

Um diese Parasiten besser zu verstehen, lesen Sie auch meinen ausführlichen Artikel über Zecken, ihren Lebenszyklus und die wichtigsten in Frankreich vorkommenden Arten.

Warum sind Zecken gefährlich?

Zecken sind Parasiten, die sich vom Blut von Tieren ernähren. Wenn sie sich an der Haut eines Hundes festsaugen, können sie verschiedene Krankheitserreger übertragen, die mitunter sehr schwere Erkrankungen verursachen. Je länger eine Zecke festsitzt, desto größer ist das Übertragungsrisiko.

Man findet sie vor allem in Wäldern, im hohen Gras, in Gärten, Parks, auf Wanderwegen und in Feuchtgebieten. Schon ein einfacher täglicher Spaziergang kann ausreichen, damit Ihr Hund mit ihnen in Kontakt kommt.

Die wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten

Piroplasmose (Babesiose)

Die Piroplasmose ist eine der häufigsten und schwerwiegendsten Erkrankungen bei Hunden. Sie wird durch einen mikroskopisch kleinen Parasiten namens Babesia, das von bestimmten Zeckenarten übertragen wird. Sobald dieser Parasit in den Körper gelangt ist, zerstört er nach und nach die roten Blutkörperchen und verursacht eine teilweise schwere Anämie.

Die wichtigsten Symptome:
• Starke Müdigkeit
• Fieber
• Appetitlosigkeit
• Dunkelbrauner oder rötlicher Urin
• Blasses Zahnfleisch
• Erheblicher Abschlag

Ohne rasche Behandlung kann diese Krankheit das Leben des Hundes gefährden.

Die Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose wird durch das Bakterium verursacht Borrelia burgdorferi. Nicht alle Hunde, die von einer infizierten Zecke gebissen werden, erkranken, doch wenn die Krankheit auftritt, verursacht sie in der Regel starke Gelenkschmerzen.

Die wichtigsten Symptome:
• Hinken, bei dem das betroffene Bein wechselt
• Gelenkschmerzen
• Fieber
• Müdigkeit
• Appetitlosigkeit

In manchen Fällen können auch Nierenkomplikationen auftreten.

Ehrlichiose

Die Ehrlichiose wird durch das Bakterium verursacht Ehrlichia canis. Sie betrifft vor allem bestimmte Zellen des Immunsystems und kann chronisch werden, wenn sie nicht umgehend behandelt wird.

Die wichtigsten Symptome:
• Starke Müdigkeit
• Fieber
• Gewichtsabnahme
• Geschwollene Lymphknoten
• Nasenbluten
• Appetitlosigkeit

Dank einer frühzeitigen Behandlung ist die Prognose in der Regel günstig.

Anaplasmose

Die Anaplasmose ist eine bakterielle Erkrankung, die von bestimmten Zecken übertragen wird. Sie verursacht vor allem Muskel- und Gelenkschmerzen sowie starke Müdigkeit.

Die wichtigsten Symptome:
• Fieber
• Lahmheiten
• Muskelschmerzen
• Verspannungen
• Müdigkeit
• Appetitlosigkeit

Wird diese Krankheit frühzeitig diagnostiziert, spricht sie in der Regel sehr gut auf Antibiotika an.

Die Hepatozoonose

Die in Frankreich eher seltene Hepatozoonose ist eine besondere Krankheit, da sich der Hund durch das Verschlucken einer infizierten Zecke und nicht durch deren Biss ansteckt.

Die wichtigsten Symptome:
• Allgemeine Schwäche
• Gewichtsabnahme
• Muskelschmerzen
• Fieber
• Müdigkeit

Wie erkennt man eine Zecke bei seinem Hund?

Nehmen Sie sich nach jedem Spaziergang ein paar Minuten Zeit, um Ihren Vierbeiner gründlich zu untersuchen. Zecken heften sich gerne an Stellen fest, an denen die Haut dünn ist: hinter den Ohren, am Hals, unter den Achseln, zwischen den Zehen, an den Innenseiten der Oberschenkel oder auch um die Augen herum.

Eine Zecke sieht aus wie ein kleines graues, braunes oder schwarzes Kügelchen, das an der Haut festsitzt.

Was tun, wenn Sie eine Zecke entdecken?

Entfernen Sie die Zecke so schnell wie möglich mit einem Zeckenentferner. Verwenden Sie niemals Alkohol, Äther, Öl oder eine gewöhnliche Pinzette, da dies die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen kann.

Nachdem die Zecke entfernt wurde:
• Desinfizieren Sie den Bereich.
• Beobachten Sie Ihren Hund über mehrere Wochen hinweg.
• Suchen Sie bei Auftreten von Symptomen umgehend Ihren Tierarzt auf.

Wie kann man seinen Hund vor Zecken schützen?

Vorbeugung ist nach wie vor der beste Schutz.

Mit ein paar einfachen Maßnahmen lassen sich die Risiken erheblich verringern:
✔ Den Hund nach jedem Spaziergang untersuchen.
✔ Den Garten regelmäßig pflegen.
✔ Hochgras nach Möglichkeit meiden.
✔ Entfernen Sie jede festgesaugte Zecke umgehend.
✔ Verwenden Sie eine geeignete Schutzlösung.

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Zusammenfassend

Zecken stellen ein echtes Gesundheitsrisiko für Hunde dar. Piroplasmose, Lyme-Borreliose, Ehrlichiose, Anaplasmose oder auch Hepatozoonose können schwerwiegende Folgen haben, wenn sie nicht rechtzeitig diagnostiziert werden.

Durch eine gute Vorbeugung, verbunden mit einer regelmäßigen Überprüfung des Fells nach jedem Spaziergang und einem geeigneten Schutz, lassen sich die Risiken erheblich verringern.

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es Zecken das ganze Jahr über?

Ja. Sie sind hauptsächlich vom Frühling bis zum Herbst aktiv, doch aufgrund der immer milderen Winter kommen Zecken mittlerweile fast das ganze Jahr über vor.

Kann eine einzige Zecke eine Krankheit übertragen?

Ja. Schon ein einziger Biss kann ausreichen, wenn die Zecke einen Parasiten oder ein Bakterium in sich trägt.

Muss ich nach jedem Zeckenbiss einen Tierarzt aufsuchen?

Nicht unbedingt. Sollte Ihr Hund jedoch in den folgenden Tagen oder Wochen Fieber, ungewöhnliche Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Hinken oder andere ungewöhnliche Verhaltensweisen zeigen, suchen Sie umgehend Ihren Tierarzt auf.

Können auch Katzen davon betroffen sein?

Ja. Auch wenn bestimmte Krankheiten bei Katzen seltener auftreten, können auch sie von Zecken befallen werden und von einem geeigneten Schutz profitieren.

Marie-Annes Tipp

«Als Schöpferin von Peps4Pets® »Als Tierliebhaberin und Verfechterin des Tierschutzes bin ich davon überzeugt, dass der beste Schutz auf einem ganzheitlichen Ansatz beruht: regelmäßige Überwachung, einfache Maßnahmen nach jedem Spaziergang und ein angemessener natürlicher Schutz. Unsere vierbeinigen Freunde schenken uns jeden Tag ihr Vertrauen und ihre bedingungslose Liebe. Lasst uns sie mit derselben Sorgfalt umsorgen.“

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